Schicksalstag

Ralph Weibel | veröffentlicht am 12.08.2020

Sind Sie auf den heutigen Tag auch so gespannt wie ich? Immerhin trommelt der Bundesrat an diesem denkwürdigen 12. August wieder die nationale Journaille zusammen, um zu verkünden, wie es weiter gehen soll mit der Krise.

Schicksalstag
Nebelspalter | (Nebelspalter)

Zentral dabei ist die Frage, ob Grossveranstaltungen – ich kanns nicht mehr hören: mit entsprechenden Schutzkonzepten – stattfinden können oder nicht. Unter anderem geht es um den Sport. Konkret den Profisport, also Fussball und Eishockey. Während die Lockdown-Fans genüsslich zusehen, wie die Spass-Gesellschaft zum Schafott geführt wird, bangen unterschiedlichste Unternehmen, Sportvereine und Kulturveranstalter um ihre Existenz.

Dabei wissen wir spätestens seit dem Zahlensalat des BAG, dass der grösste Gefahrenherd nicht auf den Tribünen sitzt, sondern sich um den Herd versammelt. Die grösste Ansteckungsgefahr lauert in der eigenen Familie. Der allgemeinen Panik-Logik folgend, müssten heute also nicht die Stadionbesuche verboten werden, sondern der gemeinsame z'Nacht. Wenn man in einem Stadion sitzt oder an einem Openair tanzt, kann man wenigstens zu Hause niemanden anstecken. Damit würden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Aber wir erwarten nicht ernsthaft, dass echte Prävention Spass macht.

Weitere Artikel

loader